Gut zu wissen
Häufige Fragen
Was erwartet mich im Gottesdienst? Was bedeutet Freikirche? Hier findest du ausführliche und verständliche Antworten.
Wenn ich in persönlicher Not bin, wen kann ich erreichen?
Schwierige Lebenssituationen, schmerzhafte Übergänge und fehlende Perspektiven können jeden Menschen treffen. Irgendwann braucht jeder Hilfe – dann ist es gut, wenn jemand da ist.
Wir bieten gerne ein Gespräch an, hören dir und deiner Geschichte zu und beten mit dir – unabhängig davon, wie klein oder groß deine Herausforderung erscheint. Nimm gerne Kontakt mit uns auf oder sprich uns persönlich bei einer Veranstaltung an.
Gibt es nach dem Gottesdienst Kaffee?
Ja. Unser Kirchenkaffee findet direkt im Anschluss an den Gottesdienst statt. Es bietet Zeit für Gespräche und erleichtert das Kennenlernen.
Was ist ein Hauskreis?
Hauskreise sind kleine Gruppen von etwa vier bis zwölf Menschen, die sich regelmäßig im Wohnzimmer einer Familie oder einer einzelnen Person treffen. Sie lesen gemeinsam in der Bibel, diskutieren, beten und tauschen sich über Glaubens- und Lebensthemen aus.
Oft entsteht dabei eine vertraute Gemeinschaft, in der Menschen das Leben miteinander teilen.
Welche Veranstaltungen kann ich besuchen?
Unsere öffentlichen Veranstaltungen stehen Gästen offen. Nur selten kann eine Mitgliederversammlung darum bitten, unter sich zu bleiben – etwa wenn sehr persönliche Anliegen einzelner Menschen oder interne Themen besprochen werden.
Warum trägt der Pastor keinen Talar?
Wir orientieren uns an den frühchristlichen Gemeinden, über die die Bibel berichtet. Wer sich zu Jesus Christus bekannte, konnte sich in die Gemeinschaft einbringen.
Dieses Prinzip wird als „allgemeines Priestertum aller Gläubigen“ bezeichnet. Es bedeutet, dass Aufgaben in der Gemeinde nicht allein besonderen Amtsträgern vorbehalten sind. Deshalb ist für den Dienst des Pastors kein Talar erforderlich.
Seid ihr eine Sekte?
Nein. Im Mittelpunkt steht für uns der Glaube an Jesus Christus auf Grundlage der Bibel – nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche oder Gruppe und auch keine Sonderlehre neben oder über der Bibel.
Wir glauben, dass Jesus Christus der Weg zu Gott, die Wahrheit und das Leben ist. Diesen Glauben leben wir gemeinsam als örtliche Gemeinde.
Warum werden keine Säuglinge getauft?
Wenn die Bibel von Taufe berichtet, sind die Menschen zuvor zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Unsere Überzeugung lautet deshalb: erst der persönliche Glaube, dann die Taufe.
Wer kann Mitglied werden?
Mitglied kann werden, wer an Jesus Christus als Sohn Gottes glaubt, die Nähe Gottes persönlich erfahren hat, diesen Glauben bekennt und im Leben praktiziert.
Wie in anderen christlichen Kirchen ist auch bei uns die Mitgliedschaft an die Taufe gebunden. Wir praktizieren die Taufe von Menschen, die ihren Glauben selbst bekennen und sich aus freier Entscheidung taufen lassen möchten.
Wie finanziert sich die Gemeinde?
Die Gemeinde finanziert sich ausschließlich durch freiwillige Beiträge ihrer Mitglieder und Spenden ihrer Freunde. Jedes Mitglied entscheidet selbst, ob und in welcher Höhe es die Gemeinde entsprechend den eigenen finanziellen Möglichkeiten unterstützt.
Die Mittel werden nach einem von der Gemeindeleitung erarbeiteten und von der Mitgliederversammlung beschlossenen Haushaltsplan verwendet. Sie dienen unter anderem dem Gemeindehaus, Arbeitsmaterialien und Gehältern, Beiträgen an den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sowie besonderen Projekten, beispielsweise in der Mission.
Zahlen Mitglieder Kirchensteuer?
Nein. Aufgrund der Trennung von Kirche und Staat erhebt unsere Gemeinde keine Kirchensteuer. Die Gemeindearbeit wird durch freiwillige Beiträge und Spenden getragen.
Was ist eine Freikirche?
Als Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde sind wir weder historisch noch rechtlich mit dem Staat verbunden. Wir treten für die Trennung von Kirche und Staat sowie für Selbstverwaltung und Selbstfinanzierung ein.
„Frei“ bezieht sich auch auf die Gemeindemitgliedschaft: Sie wird freiwillig und aufgrund einer persönlichen Glaubensentscheidung eingegangen. Wie in anderen christlichen Kirchen ist die Bibel die Grundlage unseres Glaubens.
Wenn freikirchliche Einrichtungen gesellschaftliche Aufgaben übernehmen – beispielsweise in Kindertagesstätten, Krankenhäusern oder Altenheimen –, können die damit verbundenen Leistungen wie bei anderen Trägern aus öffentlichen Mitteln vergütet werden.
Worin unterscheiden sich Baptisten von anderen Kirchen?
Die erste Baptistengemeinde in Deutschland wurde 1834 durch Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. Ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Kirchen liegt in der Glaubenstaufe: Getauft werden Menschen, die ihren Glauben an Jesus Christus selbst bekennen; Säuglinge werden deshalb nicht getauft.
Ein weiteres Kennzeichen ist die Selbstständigkeit der Ortsgemeinden. Sie verwalten und finanzieren sich selbst und entscheiden ihre Angelegenheiten gemeinsam. Das Gemeindeleben wird stark von der Mitarbeit vieler Mitglieder getragen; kirchliche Handlungen sind nicht ausschließlich ordinierten Amtsträgern vorbehalten.
Taufe und Abendmahl verstehen Baptisten nicht als Sakramente, die aus sich selbst heraus Heil vermitteln.
